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Verhaltensmedizinisch-orientierte Rehabilitation (VOR)
Bindeglied zwischen somatischer und psychosomatischer Rehabilitation

In zunehmendem Maße wird deutlich, dass psychische Einflüsse bei der Entstehung und dem Verlauf von Krankheiten einen großen Einfluss haben.

Liegt eine chronische Erkrankung vor, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entstehung einer psychischen Störung bzw. Erkrankung. Diese kann sowohl als Folge der Grunderkrankung oder auch als Begleiterkrankung unabhängig von der Grunderkrankung auftreten. Wenn bei einer körperlichen (somatischen) Erkrankung gleichzeitig eine psychische Störung vorliegt, so sprechen wir auch von einer psychischen Komorbidität oder psychosomatischen Erkrankung.

Sehr wichtig ist, diese psychische Begleitsymptomatik rechtzeitig zu erkennen, die Ursachen zu analysieren und frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen, um eine fortschreitende Chronifizierung zu vermeiden.

Die verhaltensmedizinisch orientierte psychosomatische Rehabilitation, vielfach mit VOR abgekürzt, stellt sich hierbei als wichtiges Bindeglied oder Versorgungselement zur Schließung der Lücke zwischen der somatischen (den Körper betreffenden, körperlichen) Rehabilitation und Rehabilitation bei psychischen- und psychosomatischen Erkrankungen im Sinne einer vorgeschalteten Interventionsmaßnahme zur Vermeidung und/oder Chronifizierung der psychischen Erkrankung dar.

Die Reha-Klinik Dr. Wüsthofen ® in Bad Salzschlirf wurde von der Deutschen Rentenversicherung mit der Umsetzung der VOR beauftragt. Dabei handelt es sich um ein spezifisches Angebot für Menschen, welche unter einer den Körper betreffenden, meist chronischen Erkrankung aus dem Bereich der Orthopädie, Rheumatologie oder der Inneren Medizin leiden und diese durch eine ausgeprägte psychische Belastung bzw. psychische Fähigkeitsstörung begleitet und wesentlich beeinflusst wird.

Die VOR hat die Zielstellung, mit verhaltensmedizinischen Behandlungsansätzen sowie komplexer psychologischer und psychotherapeutischer Intervention, im Rahmen eines kombinierten, interdisziplinären, den ganzen Menschen einbeziehenden Rehabilitationsverfahrens, das gesundheitsfördernde Verhalten der Teilnehmer nachhaltig zu stärken.

Die Verhaltensmedizinisch-orientierte Rehabilitation wird in kleinen Gruppen mit ca. 12 Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, welche im gleichen Zeitraum anreisen, durchgeführt. Mit Hilfe des gruppendynamischen Effekts sollen besonders die gegenseitige Unterstützung, die Kommunikation untereinander sowie der Erfahrungsaustausch gefördert werden.

Wir - das Team von Dr. Wüsthofen® - möchten, dass die Zusammenhänge der Entstehung der Beeinträchtigungen nachvollziehbar werden und bereits im Zeitraum der Rehabilitation erste Erfolge erzielt werden, wie beispielsweise Schmerzreduktion, Verbesserung der Beweglichkeit, Stressabbau, Verbesserung der Stimmung und Verminderung der depressiven Phasen.

Bei Dr. Wüsthofen® wurde das Konzept, welches hohe Anforderungen an das interprofessionelle Team stellt, um den Behandlungsschwerpunkt der hochgradigen Adipositas erweitert. Hierzu wurde der verhaltensmedizinische Ansatz um den Bereich der Ernährungspsychologie und Ernährungstherapie ergänzt.

Die Behandlung von psychischen Störungen in Begleitung einer den Körper betreffenden somatischen Erkrankung, bildet einen besonderen Schwerpunkt der täglichen Arbeit im multiprofessionellem Team bei Dr. Wüsthofen®.

Folgende Krankheitsbilder und Symptome sind besonders hervorzuheben:

  • Chronische Schmerzerkrankungen und Schmerzsyndrome (Kopf, Rücken, Gelenke)
  • Unspezifische, unklare, sogenannte somatoforme Schmerzstörungen
  • Fibromyalgie-Syndrom
  • Ernährungsbedingte und ernährungsmitbedingte Erkrankungen und Essstörungen (Übergewicht und Adipositas)
  • Erschöpfungszustände, Erschöpfungsdepression (Burnout), chronisches Stress-Syndrom
  • Niedergeschlagenheit und depressive Störungen
  • Schlafstörungen und Leistungsschwäche
  • Angst- und Zwangsstörungen sowie Unruhezustände
  • Körperliche Reaktionen auf anhaltende Belastungen und Schwierigkeiten am Arbeitsplatz sowie im privaten Umfeld, Vereinbarung von Familie und Beruf, Mobbing, Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen (körperliche und psychische Beschwerden nach dramatischen biografischen Ereignissen/Erlebnissen)
  • Reizdarm-Syndrom

Die Rehabilitationsdauer beträgt in der Regel 3 - 4 Wochen. Eine Verlängerung darüber hinaus ist aus medizinischen Gründen möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Service-Nr.: 06648 54-0 oder mit Hilfe unseres Informationsblatts für Patienten zum Thema "Verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitation".

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