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Wissenswertes über gesunde Körner...

Amaranth

Amaranth gehört zu den getreideähnlichen Pflanzen. Als Fuchsschwanzgefächs zählt es zu den sogenannten "Pseudocerealien".

Bereits bei den Inkas und Azteken zählte Amaranth zu den Hauptnahrungsmitteln. Das Amaranthkorn hat eine sehr hohe ernährungsphysiologische Bedeutung. Im Vergleich zu „echtem“ Getreide zeichnet sich Amaranth durch einen hohen Gehalt an wertvollen Proteinen und Ballaststoffen aus. Auch bei den Mineralstoffen Calcium, Magnesium und Eisen schneidet Amaranth besser ab.

Die im Amaranth enthaltenen Proteine sind als besonders wertvoll anzusehen. Sie enthalten die für unseren Körper so wichtigen Aminosäuren Lysin und Methionin sowie eine ausgewogene Mischung der übrigen Aminosäuren.

 

 Quinoa

Quinoa ist auch unter dem Namen „Inkareis“ oder „Reismelde“ bekannt und gehört zu den „Pseudocerealien“. Botanisch gesehen handelt es sich um ein Gänsefußgewächs. Die Heimat dieser Pflanze sind die Hochebenen der Anden, Peru und Chile. Da die Pflanze aber keine besonderen Bodenansprüche stellt sowie Frost und Dürre verträgt, gibt es auch bereits in Deutschland kleinere Anbaugebiete.

Quinoa bildet etwa hirsegroße Samen von rotbrauner bis weißer Farbe aus und zählte bereits zur Zeit der Inkas zu deren Grundnahrungsmitteln. Die Samen wurden damals den Göttern bei hohen Festen in goldenen Schalen dargereicht. Später stellten spanische Eroberer den Anbau und Handel mit Quinoa unter Todesstrafe, weil sie glaubten, die Inkas würden ihre Kräfte und Widerstandsfähigkeit aus der Ernährung mit Quinoa schöpfen. So geriet die Pflanze über die Jahre in Vergessenheit. Heute wird der Anbau in diesen Regionen staatlich gefördert und für den Export erweitert.


Dinkel

Dinkel gilt als der nächste Verwandte des sogenannten Weichweizens. Nach heutigem Wissensstand, stammt Dinkel aus dem vorderasiatischen Raum. Älteste Funde wurden bereits in steinzeitlichen Siedlungen des 5. Und 6. Jahrhunderts vor Christus entdeckt. Etwa im 3. Jahrhundert nach Christus, wurde Dinkel vor allem in Provinzen nördlich der Alpen angebaut. Insgesamt steht der Dinkel seit Jahrtausenden als bedeutsame Brotfrucht für die menschliche Ernährung. In früheren Zeiten aß man den Dinkel häufig auch in Form eines Breis, auch „Habermus“ (Lebensspender) genannt. Familien- und Ortsnamen wie Dinkelmann, Dinkelacker oder Dinkelhausen weisen bis heute auf die Bedeutsamkeit dieses Kornes hin. Nach und nach wurde der Dinkel später von ertragreicheren und leichter zu verarbeitenden Weichweizen-Sorten verdrängt. Kerngebiete des Dinkelanbaus stellen bis heute Teile der Schweiz, Belgien und das Schwabenland in Baden-Württemberg dar. Wobei der Dinkelanbau in den letzten Jahren wieder mehr und mehr einen aufsteigenden Trend erlebt.


Hafer

 Bild von sue_v67 auf pixabay

Der Hafer gehört zur Familie der Süßgräser und bevorzugt ein gemäßigtes Klima mit hohen Niederschlägen. Anders als Weizen oder Roggen können sich viele Getreideschädlinge in ihm nicht vermehren. Er ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe die hochwertigste Getreideart, die in Mitteleuropa angebaut wird.