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Fragen zur ambulanten Rehabilitation

Sofern Sie Mitglied einer Sozialversicherung sind, haben Sie Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation. Dies ist dann der Fall, wenn eine Krankheit und deren Folgen sowohl akut und vorübergehend, als auch längerfristig und dauerhaft, Ihre Teilhabe an wesentlichen Lebensbereichen in Familie und Gesellschaft beeinträchtigt.

Wenn Sie also unter einer chronischen Erkrankung (z.B. Rückenschmerzen) leiden, die Ihre Erwerbsfähigkeit bedroht, oder wenn Sie nach einer Operation am Bewegungsapparat (z.B. Hüftgelenkersatz) wieder fit für den Alltag und Beruf werden möchten, kann eine Rehabilitation beantragt werden.

Schon bei der Antragstellung sollten Sie angeben, ob Sie eine stationäre oder ganztägig ambulante Rehabilitation anstreben.

Was bedeutet ganztägig ambulante Rehabilitation?

Ganztägig ambulant bedeutet, dass Sie als Patient, jeden Morgen zur Behandlung in die Rehabilitationseinrichtung kommen und - je nach individuellem Therapieplan - in der Regel am Nachmittag nach Hause zurückkehren. Sie können sich dann bis zum kommenden Therapietag in gewohnter Umgebung entspannen oder neu Erlerntes gleich im Alltag umsetzen. Das Reha-Zentrum bietet auf Wunsch einen täglichen Shuttle-Service vom Wohnort zum Zentrum und zurück.

Wie lange ist die tägliche Therapiezeit?

Die tägliche Therapiezeit beträgt in der Regel vier bis sechs Stunden an fünf bis sechs Tagen in der Woche. Hierbei wird auf Ihre individuelle Belastbarkeit Rücksicht genommen. Um Ihnen einen flexiblen Rehabilitationsverlauf individuell zu ermöglichen, können wir den Ablauf der Rehabilitationsmaßnahme, bei gleichwertigem Rehabilitationsprogramm, über einen längeren Zeitraum strecken. Die Therapiezeit wird dann an weniger als fünf Tagen und/oder mit weniger als vier Stunden täglich durchgeführt.

Sind die medizinisch-therapeutischen Anwendungen identisch zur stationären Rehabilitation?

Ja, die Leistungen bzw. Behandlungselemente und die Therapie-Dichte entsprechen 1:1 denen der stationären Rehabilitation! Die konzeptionelle Umsetzung und die hierzu eingesetzten Fachkräfte aus verschiedenen Disziplinen, wie Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen und Psychotherapeuten, Ergo- und Arbeitstherapeuten, Sozialarbeiter, Ernährungs- und Bewegungstherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister, unterscheiden sich quantitativ und qualitativ nicht von einer stationären Rehabilitation. Vorteil einer ganztägig ambulanten Rehabilitation ist, dass Ihre Familienangehörigen bei Bedarf in die Therapie einbezogen werden können oder Sie weiterhin Ihren familiären Verpflichtungen nachkommen können (z.B. Betreuung Kinder).

Speziell bei Berufstätigen kann die Arbeitsplatznähe vorteilhaft sein, da diese für berufliche Wiedereingliederungsmöglichkeiten wichtig sein kann.

Wie erhalten Sie eine Ambulante Reha?

Wichtig ist, dass Sie, bestenfalls gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt, einen Antrag in der Regel bei Ihrer Krankenkasse oder dem Rentenversicherungsträger stellen und in diesem die medizinische Rehabilitation als Weg für Ihre erfolgreiche Teilhabe am beruflichen und/oder sozialen Leben positiv darstellen, d.h. Ihr Einbezogen sein in alle Ihnen wichtigen Lebensbereiche. Nehmen Sie sich etwas Zeit und definieren Sie die gesundheitlichen Ziele, welche Sie mit einer medizinischen Reha erreichen möchten. Hier ist es oft zielführend, wichtige teilhabeorientierte Funktionseinschränkungen zu benennen und die gewünschten gesundheitlichen Ziele (Verbesserungen) ebenfalls teilhabeorientiert darzustellen; beispielsweise die Zielstellung berufliche Tätigkeiten über Kopfhöhe wieder schmerzfrei durchführen zu können. Besondere Zielstellungen sind hierbei u.a. die Sicherstellung Ihrer Selbstversorgung, Mobilität, Beschäftigung, soziale Eingebundenheit und auch die eigenständige Sicherung Ihres Lebensunterhaltes.

Was kann ich im Falle einer Ablehnung des Reha-Antrage machen?

Nachdem Ihr Antrag von Ihrem Kostenträger geprüft wurde, erhalten Sie einen Bescheid der darüber Auskunft gibt, ob Ihrem Antrag entsprochen werden konnte. Sollte dieser Antrag jedoch abgelehnt werden, haben Sie die Möglichkeit, innerhalb eines Monats von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen. Bitte hier unbedingt hartnäckig bleiben. Oft wird die medizinische Rehabilitation erst nach einem Widerspruch genehmigt.

Wer übernimmt die Fahrtkosten?

Das Reha-Zentrum bietet auf Wunsch einen Shuttle-Service vom Wohnort zum Zentrum und zurück. Die Kosten hierfür werden in vielen Fällen von Ihrer Krankenkasse oder Rentenversicherung übernommen. Bitte setzen Sie sich bezüglich der für Ihren Kostenträger gültigen Regelung mit unseren Gästebetreuern unter der Service-Nummer in Verbindung.

Gehört das Mittagessen zum Angebot?

Das Mittagessen gehört im Rahmen der ganztägig ambulanten Rehabilitation (4 - 6 Stunden Therapiezeit) zum Angebot.

Ist eine Zuzahlung zu leisten?

Rehabilitanden, welche an einer ganztägig ambulanten Rehabilitation teilnehmen, müssen keine Zuzahlung leisten. Dieses gilt für alle Sozialversicherungsträger (Krankenkassen, Rentenversicherung).

Kann die genehmigte ambulante Rehabilitationsdauer verlängert werden?

Auch in der ambulanten Rehabilitation besteht die Möglichkeit, sofern eine Erweiterung des Rehabilitationszeitraumes von Ihrem Arzt zur Erreichung des Rehabilitationserfolges als wesentlich erachtet wird und dieses von Ihrer Krankenkasse oder Rentenversicherung bzw. Berufsgenossenschaft genehmigt ist, eine Verlängerung der Maßnahme zu erhalten.

Wie geht es nach der Rehabilitation weiter?

Die Rentenversicherung bietet Nachsorgeprogramme in Form von Reha-Sport oder intensivierter Rehabilitationsnachsorge (IRENA) an. Diese dienen dazu, Ihren Rehabilitationserfolg nachhaltig zu sichern.

Das Nachsorgeprogramm IRENA bieten wir in unseren Einrichtungen in Bad Salzschlirf und Fulda an. Die Durchführung soll berufsbegleitend und wohnortnah stattfinden. Sie kann auch während einer im Anschluss an die Rehabilitationsmaßnahme bestehenden Arbeitsunfähigkeit oder stufenweisen Widereingliederung bereits begonnen werden. Das Programm umfasst Gruppenleistungen von bis zu 24 Terminen (90 – 120 Minuten) und kann über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten in Anspruch genommen werden.

Reha-Sport wird in unseren Einrichtungen in Fulda und Bad Salzschlirf angeboten. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auch unter der nebenstehenden Service-Nummer.

Fragen zur ambulanten Vorsorgekur (offene Badekur) in Bad Salzschlirf

Die "offene Badekur", offiziell auch als "Ambulante Vorsorgekur in einem anerkannten Kurort" gemäß § 23 Abs. 2 SGB V bezeichnet, hat sich seit vielen Jahren bewährt und ist immer noch eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Badekur ist ein wichtiger Bestandteil des Kurangebotes in dem seit 1838 als Mineral- und Moorheilbad anerkannten Kurort zwischen den Mittelgebirgsausläufern von Rhön und Vogelsberg.

Welches Ziel verfolgt eine ambulante Vorsorgekur?

Die Vorsorgekur soll dazu beitragen Ihre Gesundheit zu fördern um einer möglichen Erkrankung vorzubeugen. Die Vorsorge soll das Risiko zu erkranken vermindern oder bestenfalls verhüten oder auch die Verschlimmerung einer Krankheit vermeiden. Hierbei ist die Selbsthilfe zur Gesundheitsförderung eine wichtige Zielstellung.

Wie bekomme ich eine ambulante Vorsorgekur?

Medizinische Vorsorge kann auch in Form einer ambulanten Vorsorgeleistung in einem anerkannten Kurort gemäß § 23 Abs. 2 SGB V erbracht werden. Voraussetzung ist in der Regel, dass präventive Maßnahmen am Wohnort nicht ausreichen oder ohne den gewünschten Erfolg durchgeführt wurden oder Sie wegen besonderer beruflicher oder familiärer Umstände nicht durchgeführt werden konnte.

Vielfach ist auch die vorübergehende Herausnahme aus dem sozialen Umfeld als medizinische Begründung angezeigt. Grundsätzlich wird die Krankenkasse zunächst prüfen, inwieweit Vorsorge am Wohnort ausgeschöpft wurde. Hierauf sollte bei der Beantragung geachtet werden.

Gemeinsam mit Ihrem Hausarzt (ggf. auch Facharzt) besprechen Sie, welche Behandlung aus medizinischer Sicht für Sie notwendig ist. Ihr behandelnder Arzt berät Sie über entsprechende Behandlungsmöglichkeiten und füllt den Kurantrag unter Angabe der Dringlichkeit bzw. Notwendigkeit einer Vorsorgekur gemeinsam mit Ihnen aus. Auch hier gilt, wie bei der Antragstellung zur Rehabilitation, dass im Antrag das Vorsorgeziel teilhabeorientiert benannt werden sollte.

Das Formular zur Beantragung der Ambulanten Vorsorgekur erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse. In der Regel liegt dieses Formular bei Ihrem Arzt nicht vor, d.h. Sie müssen es bei Ihrer Krankenkasse nachfragen.

Den Kurort und die Unterkunft können Sie, bestenfalls im Einvernehmen mit Ihrem betreuenden Arzt, weitgehend frei wählen. Berufstätige müssen darauf achten, dass sie für die ambulante Vorsorgekur Urlaub beantragen müssen.

Den ausgefüllten Antrag senden Sie dann an die von Ihrer Krankenkasse genannte Adresse. Viele Krankenkassen bieten hierzu einen eigenen Info-Service an.

 

 

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